Kopp
Weingut
in der Ortenau

03/09/2014

Consulting

Nach dem Tod seines Vaters, der das Weingut erst 1996 gegründet und in kürzester Zeit zu einem der führenden Betriebe Badens gemacht hatte, stand Johannes Kopp 2012 vor der schwierigen Aufgabe, das Weingut neu aufzustellen.

Seine Vorstellungen decken sich zwar weitgehend mit denen seines Vaters, aber er möchte auch einiges anders machen. Die Ortenau ist eine mit vielfältigen Böden gesegnete Gegend, in der Riesling wie Burgundersorten gleichermaßen gut geraten.

Johannes bewirtschaftet neben einigen der steilsten Lagen der Region, die er sukzessive mit burgundischen Reben bestockt, auch das Kloster Fremersberger Feigenwäldchen. Mit ihren Buntsandsteinverwitterungsböden gehörern die Terrassenweinberge des Feigenwäldchens seit jeher zu den Badischen Grand Crus.

Mit viel körperlichem und finanziellem Einsatz rekultivierte Johannes Kopp die Rebanlagen, rodete Wildwuchs und zog einen Zaun gegen das Wild um die komplette, 4 Hektar große Lage.

Umsetzung von: Corporate Design, Flaschenausstattung, Printmedien, Geschäftspapieren. Webdesign und Programmierung sind in Arbeit. Beratung in Fragen von: Vertrieb und Pressearbeit.

Design

Das Weingut Kopp ist ein junger Betrieb, dessen Geschichte bisher von der Arbeit zweier maßgeblicher Personen geprägt wird: Ewald Kopp legte den Grundstein für die heutige Qualitätsphilosophie.

Johannes Kopp widmet sich nun besonders den vielfältigen Terroirs der Ortenau. Durch das Rekultivierten einiger der besten und steilsten Lagen der Region und die langfristige Pachtbewirtschaftung der um die Jahrhundertwende weltweit bekannten Spitzenlage Feigenwäldchen.

Deshalb war die Zeit reif für ein neues Corporate Design mit dem sich das ganze Team identifizieren kann und das der Wertigkeit der Kopp-Weine entspricht.

Um das Weingutsetikett mit dem historischen Feigenwäldchen-Etikett zu verbinden, wurden dem opulenten historischen Label einige Elemente entnommen. Hier spielt das Design mit traditionellen Elementen, wie beispielsweise den Rähmchen, greift sie auf und bildet sie leichter und feiner ab.

Im Mittelpunkt und steht der in seiner Kürze prägnante Familienname in einer gebrochenen Schrift von moderner Klarheit. Eine ausdrucksstarke, freundliche Fraktur, die um 1900 von dem bekannten Künstler Otto Hupp entworfen wurde. Schlicht und edel durch den Reliefschnitt präsentiert.

Gebrochene Schriften führten lange ein Schattendasein. Zu Unrecht werden sie häufig als „Nazischriften“ diffamiert. Mittlerweile feiern Grafikdesigner weltweit die Renaissance einer phantasievollen Schriftsorte und verwenden sie für Medien und Produkte jedweder Couleur.

Die eingedruckten Weinbezeichnungen kommen in einer serifenlosen Schrift daher, was einen schönen Kontrast bildet. Die mutige und dennoch zurückhaltende Farbwahl hilft bei der Orientierung innerhalb der Kollektion, die sich nun in Guts-, Terroir- und Lagenweine gliedert.

Natürlich wurden auch Elemente des bisherigen Weingutsetiketts aufgriffen: So findet sich das Familienwappen als kleines, blingeprägtes Gestaltungselement wieder.Das Feigenwäldchen-Etikett - unter dem ausschließlich Riesling vermarktet wird - wurde neu strukturiert, gesäubert und mikrotypologisch aufbereitet. Hier wurde nur mit Druckfarbe und ohne Veredelung gearbeitet, um einen Eindruck von Kitsch zu vermeiden.